10 Jahre Waterfront

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Veranstaltung

28.06.-04.08.2018

Wie alles begann …

AG Weser (1872 – 1983)

Ab 1872 wurde das Gelände im heutigen Ortsteil „Industriehäfen“ von der Schiffswerft „AG Weser“ genutzt – gegründet von einem Zusammenschluss aus 18 Bremer Kaufleuten und Unternehmern. Bis zum zweiten Weltkrieg arbeitete die AG sowohl für den zivilen als auch für den militärischen Schiffbau. Nach dem Krieg wurde die Werft zerlegt und große Teile des Maschinenparks als Reparationszahlung an die Sowjetunion gegeben. Die Gründung der „Bremer Maschinenbau und Dockbetrieb GmbH“, kurz „Bremer Dock“, konnte unterdessen einen wichtigen Teil der Belegschaft zusammenhalten. 1951 kam endlich die Genehmigung für weitere Schiffsneubauten und die „AG WESER“ nahm ihren Betrieb wieder auf. Im Laufe der Firmenhistorie entstanden so 1.400 Schiffe. Zuletzt spezialisierte sich die Aktien-Gesellschaft „Weser“ auf den Bau von Großtankern, doch nach der Ölkrise 1973 brachen die Tankeraufträge ein. Auf dem Höhepunkt der folgenden, landesweiten Werftenkrise, wurde die „AG Weser“, nach langen Verhandlungen und einer Besetzung der Werft durch ihre Arbeiter, am 31. Dezember 1983, geschlossen.

Space Park (2004)

Mit dem „Space Park Bremen“ eröffnete am 12. Februar 2004 der erste überdachte Freizeitpark Deutschlands, Hauptthema: Raumfahrt, mit angeschlossenem Shoppingcenter. So der Plan. Denn traurige Tatsache war: das ambitionierte „Urban Entertainment Projekt“ scheiterte an seiner Umsetzung. Bis zur Eröffnung gelang es nicht, Mieter für den großzügig angelegten Einzelhandelsbereich zu finden und die über 40.000 qm Verkaufsfläche standen leer. Aufgrund der eingeschränkten Nutzung, hoher Eintrittspreise und der mangelnden gastronomischen Infrastruktur blieben die Besucher aus. Die Folge: nur rund sieben Monate nach seiner Eröffnung schloss der Space Park, am 26. September 2004, seine Tore. Einzig das bis heute ansässige Multiplex-Kino „Cinespace“ hielt den Betrieb aufrecht.

Das letzte Highlight unter dem Namen „Space Park“: im Jahr 2005 diente der Bau im Kaltbetrieb als Schauplatz für den Bremer Tatort „Reqiuem“. 

Waterfront (2008 bis heute)

Nach etlichen gescheiterten Verhandlungen und unzähligen Gerüchten übernahm

der irische Finanzdienstleister „LNC Property Group“ das Anwesen im März 2006 für eine Summe von 50 Millionen Euro. Das Konzept „Raumfahrt“ wurde gegen das der maritimen „Waterfront“ getauscht und die Fahrgeschäfte des einstigen „Space Parks“ mussten weichen. Nachfolgend wurde die Fläche der Shoppingmall auf ca. 44.000 qm erweitert und am 12. September 2008 eröffnet. Mieter der ersten Stunde waren (u.a.) Müller, Tenters Backhaus, H&M, Tommy Hilfiger, New Yorker, Deichmann, Intersport Voswinkel, dm, Douglas, Apollo Optik, Thalia, Alex und Starbucks. Im Mai 2009 bezog schließlich der britisch-irische Textilhändler „Primark“ seine landesweit erste Niederlassung in der Waterfront – und fungiert seither als weiterer Besuchermagnet.

Im Jahr 2015 ging die „Waterfront“ schließlich für eine Summe von 212 Millionen Euro an die „ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG“, die europaweit Einkaufszentren entwickelt, vermietet und betreibt. Mit dem Betreiberwechsel kam Center Managerin Kirsten Jackenkroll (36) an die Weser – und mit ihr, eine zeitgemäße Neuorientierung in Sachen „Einkaufserlebnis“.

   

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